Schulen helfen Schulen 2008

Stromberg-Gymnasium in Vaihingen

Artikel aus dem Vaihinger Kreisanzeiger

Vaihinger Stromberg-Gymnasium ließ sich von Stuttgarter Fachschule helfen Vaihingen/Feuerbach (kk) – Die Schule für Farbe und Gestaltung Stuttgart hat für vier öffentliche Schulen Konzepte für neue Logos, Leitsätze und Printmedien vorgestellt. Darunter war auch das Vaihinger Stromberg-Gymnasium. Für die Klassen der Schule für Farbe und Gestaltung ist es ein groß angelegtes Lernprojekt – für die öffentlichen Schulen im Großraum Stuttgart ein einmaliges Angebot. Nur wenige unter Ihnen können mit guter Internetpräsenz oder einem eingängigen Logo aufwarten, viele vermissen eine angenehme Schulatmosphäre innerhalb des Schulgebäudes.

Aus diesem Grund hat die Fachschule für Werbegestaltung in Stuttgart Feuerbach vor zehn Jahren das Projekt „Schulenhelfen Schulen“ ins Leben gerufen. Bereits 25 Schulen, die sich das Beauftragen einer teuren Werbe- und Gestaltungsfirma nicht leisten können, haben davon gebrauch gemacht, um sich in der Öffentlichkeit wieder „ins rechte Licht“ rücken zu lassen. Auch das Stromberg-Gymnasium hat dieses Angebot inzwischen wahrgenommen. Roland Wirth, stellvertretender Schulleiter, zeigte sich von dem Ergebnis sichtlich begeistert.

„Inhaltlich ist unser Vorgehen immer gleich“, erklärt Bernd Müller, Leiter der Fachschule für Werbegestaltung. „Wir sehen uns die Schulen genau an, führen Umfragen durch, sprechen mit den Verantwortlichen, und darauf aufbauend entwickeln wir ein Gesamtkonzept, das die Schulphilosophie widerspiegeln soll. Das betrifft auch das schuleigene Logo, Printmedien, aber auch die Gestaltung von Internetseite und Gebäudeausstattung.“

Nach der Auswertung all ihrer Beobachtungen bedienten sich die Projektteilnehmer, die ihre Ergebnisse anhand einer bildreichen Präsentation verdeutlichen, der sogenannten SWOT-Analyse: Sie listet die Stärken und Schwächen der Schule auf, ergründet die Chancen die sich daraus für die Schule ergeben, sowie die möglichen Risiken, sollten diese Chancen nicht genutzt werden.

Eine besondere Stärke des Stromberg-Gymnasiums sahen Sie im Verhältnis der Schüler zu ihrer Schule, sie gingen gerne dort hin und würden sie jederzeit weiterempfehlen. Ein schönes Umfeld, engagierte Lehrer und das Gefühl der Eltern, ihre Kinder seien dort gut aufgehoben, sprachen sehr für das Gymnasium.

Schwächen zeigten sich dagegen in mangelnden Sitzgelegenheiten im Schulhaus, fehlenden Zusammenhalt aller Beteiligten und einer fehlenden Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Printmedien. Professionelles Auftreten in der Öffentlichkeit, dazu ein übersichtliches internes Wegeleitsystem werde das ansehen der Schule verbessern, verbesserte Kommunikation der Beteiligten die Zufriedenheit fördern.

Die Aufgaben der Projekteilnehmer bestand nun darin, Leitsätze für das Gymnasium zu formulieren und darauf aufbauend Konzepte für ein Schullogo, Raumgestaltung eine Homepage und andere Bereiche zu erstellen. Zu diesen Leitgedanken gehörten Punkte wie Toleranz, Kommunikation und gegenseitiger Respekt, die sich auch im neuen Logo des Gymnasiums zeigen sollten. Im Zusammenarbeit mit Schüler und Schulleitung entschieden sich die Projektteilnehmer schließlich für ein Logo, das die ungewöhnliche Architektur des Schulgebäudes, jedoch auch die Lage im Grünen und zugleich Dynamik und Offenheit nach außen widerspiegeln sollte.

Roland Wirth zeigte sich sehr angetan von den Vorschlägen der Werbefachschüler und lobte die gute Zusammenarbeit mit ihnen. Schullogo, Briefe und die Gestaltung der Internetsseite sollten bald entsprechend der Vorlagen ausgerichtet werden.

„Wir haben bereits im Vorfeld etwas aus dem Konzept übernommen“, berichtet der stellvertretenden Schulleiter, „z.B. haben wir einige der entstandenen Bilder auf unserer Homepage integriert und die Grundschulorientierung für Viertklässler entsprechend gestaltet“. Auch bei der Umgestaltung des Foyers wollte man sich an den Ergebnissen des Projekts orientieren.