Studienfahrt Berlin 2009
Was gibt es schöneres im Schulalltag als einmal für 5 Tage mit der gesamten Klasse eine Reise zu erleben? Genauer eine Studienfahrt, die das diesjährige Berufskolleg für Technische Kommunikation (BKTK) nach Berlin führen sollte. Zu Beginn waren alle ein wenig enttäuscht dass es nicht, wie in den Vorgängerjahren, nach England gehen sollte. Doch diese Enttäuschung war schnell vergessen als man sich am Morgen des 23. Oktober 2008 um 6.00 Uhr vor der Schule für Farbe und Gestaltung traf. Nachdem alle Lehrer und Schüler anwesend waren und das gesamte Gepäck eingeladen konnte es auch schon losgehen! Die acht-stündige Busfahrt ging schneller vorbei als gedacht und war mit einer Menge Spaß verbunden. Die einen unterhielten sich über Pläne für die Berlinreise, andere verbrachten ihre Hinfahrt mit diversen Spielen wie Croco-Doc während andere die Zeit nutzten um noch einmal Kraft für die nächsten Tage zu sammeln (auch schlafen genannt). Gegen 15.00 Uhr nachmittags war aber endlich das Ziel erreicht: Das „Haus am Potsdamer Platz“. Kaum ausgeladen waren auch schon alle Zimmer bezogen und man lebte sich ein wenig in die Räumlichkeiten ein. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es schon recht bald mit dem Abendprogramm los! Für die Interessierten ging es hinauf auf den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz, wo sich jenen eine herrliche Aussicht auf Berlin bot. Das Highlight des Abends war aber definitiv die Karaokebar „Knaak“, in der sich die Mutigen unter den Schülern einige Songs wünschten um lautstark auf der Bühne diese zum Besten zu geben. Hier wurde dann in gemütlicher Runde mit Lehrern und Schülern auf die bevorstehende Woche angestoßen. Da jedoch alle mehr oder weniger erschöpft von der Anreise waren ging es recht bald wieder gen Herberge, wo man sich nochmals gemütlich zusammensetzte und den ersten Tag ausklingen lies.
Am nächsten Morgen erwartete die Schüler des BKTKs ein wunderbares und ausgiebiges Frühstück in der Herberge, dass sie die nächsten Tage jeden Tag aufs Neue auf den Tag vorbereiten sollte. Danach ging es direkt zur Stadtführung weiter. Start der Führung war am Potsdamer Platz, von wo aus es weiter zum Mahnmal weiterging. Man bekam interessante Informationen über Berlin und die Schauplätze mitgeteilt die man sicherlich ohne die Führung nicht mitbekommen hätte. Als nächstes ging es am Brandenburger Tor vorbei bis hin zu unserem Ziel, dem Reichstag. Geplant war den Reichstag zu besichtigen. Da die Warteschlange aber so riesig ausfiel das es circa 2 Stunden gedauert hätte um auch nur einen Fuß in den Reichstag setzen zu können entschied man sich spontan für eine freie Erkundung Berlins auf eigene Faust. Schnell den Stadtplan herausgenommen, eine ungefähre Route geplant und los ging’s! Es hat eine Menge Spaß gemacht in kleinen Gruppen durch Berlin zu ziehen und das ganze Großstadtfeeling für sich einzufangen. Für den Dienstagabend hatte man etwas ganz spezielles geplant: Die gesamte Klasse kochte zusammen ein superleckeres Abendessen, was für eine gute Einstimmung auf den Abend sorgte. Der Abend selbst war zur freien Verfügung. Manche nutzten ihn für einen Discobesuch, andere wiederum saßen lieber zuhause und legten die Füße hoch oder spielten Singstar, Poker und andere spaßige Spiele.
Mittwoch war der ereignisreichste Tag. Schon früh zog die Klasse los zum Checkpoint Charly, wo man das Checkpoint Charly Museum besichtige und über die Berliner Geschichte rund um die Berliner Mauer, den Mauerfall und Fluchtversuche einiges dazu lernte. Die Gestaltung des Nachtmittags war wieder jedem selbst überlassen. Hier konnte man das erste Mal die Zeit nutzen um eventuell Berliner Köstlichkeiten zum Mittagessen auszuprobieren. Dieser Versuch endete für die Meisten jedoch bei McDonalds oder beim Currystand um die Ecke, was wohl die Berliner Spezialität zu sein scheint. Wenig später traf man sich wieder am Alexanderplatz um gemeinsam zur Gedenkstätte Hohenschönhausen, einem ehemaligen Stasigefängnis, zu fahren. Hierzu wurde natürlich vom Verkehrsmittel Nummer Eins, der Tram, Gebrauch gemacht. Im Stasigefängnis wurde das BKTK von einem Zeitzeugen durch Gefängniskeller, Folterkammern und Verhörzimmer geführt. Dies war die wohl interessanteste Führung die die Schüler und Lehrer des BKTKs jemals erfahren durften. Allein die ganzen Geschichten des Zeitzeugens versprachen Gänsehaut pur! Man konnte sich dank der Erzählungen richtig in alte Zeiten zurückversetzen und das damalige Geschehen hautnah miterleben! Wiederum war der Abend zur freien Verfügung. „Empathie“ war das Spiel des Abends, beim dem man seine Lehrer und Mitschüler ein wenig näher kennenlernen konnte.
Der Donnerstag war komplett freigestellt. Für die Meisten bedeutete dies eine große Sightseeing-Tour durch Berlin zu machen. Die Mehrheit der Mädels nutzten den freien Tag jedoch für Shopping pur! Wo sonst, wenn nicht in dieser Stadt, kann man so ausgiebig shoppen gehen? Man kann aber auch den Tag nutzen und auf dem Alexanderplatz lustige, verrückte, komische und etwas andere Leute kennenlernen! Nur scheint man hier den ganzen Tag nur auf Touristen zu treffen. Es war kein einziger richtiger Berliner dabei. Wer wollte konnte am Abend mit auf die „Lightseeing-Tour“ gehen. Zum Zeitpunkt der Berlinreise wurden viele wichtige und bekannte Architekturen über Nacht mit besonders aufwendig angebrachten Lichtern beleuchtet. Somit konnte man diese Gebäude einmal ganz anders erleben. Die Lightseeing-Tour ging per Busfahrt vonstatten. Fußballinteressierte konnten sich im Anschluss im Olympiastadion das Spiel Berlin gegen Lissabon ansehen. Selbst diejenigen, die sich sonst nicht für Fußball begeistern können, waren von der dortigen Atmosphäre hin und weg! Zurück in der Herberge ließ man in gemeinsamer Runde und bei ein paar Bier den letzen Abend der Studienfahrt ausklingen. Die Ersten fingen an ein wenig das Gepäck hinzurichten oder ein wenig aufzuräumen.
Am letzten Morgen musste alles schnell gehen. Die Zimmer mussten gesäubert werden, alles Gepäck in den Bus geladen werden. Nach getaner Arbeit machten sich ein paar der Schüler und Lehrer auf zum letzten (freiwilligen) Programmpunkt: Das 3D-Kino im Sony Center, welches unweit der Herberge war. Hier konnte man sich von exzellent umgesetzten 3D-Aufnahmen einer Safari verzaubern lassen. Die Wartezeit bis zur Abfahrt um 14.00 verbrachten viele damit Proviant für die lange Heimfahrt einzukaufen. Gummibärchen, „Ritter Sport“-Schokolade und Getränke durften hier natürlich nicht fehlen! Erschöpft von der Woche konnte man die friedlichste Truppe an BKTK-Schülern seit langem sehen, die alle schlafend im Bus saßen/lagen und sich teilweise schon auf das eigene Bett in der Heimat freuten. Die wachen Schüler schauten Filme über den im Bus integrierten Fernseher oder betrieben Süßigkeitentauschhandel. Nach 8 langen Stunden war dann aber die Heimat in Sicht und man traf gegen 22.30 an der Schule für Farbe und Gestaltung ein. Manche hatten das Glück vom Bus direkt in das Auto der abholenden Eltern einsteigen zu können, andere wiederum mussten noch ein kleines Stück mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren. Denjenigen ist auch direkt aufgefallen wie klein und stressfrei es doch im guten alten Stuttgart zugeht J
Abschließend kann man sagen dass die Studienfahrt nach Berlin ein geniales Ereignis war. Man lernte die Hauptstadt von vielen unterschiedlichen Seiten kennen, sei es im Checkpoint Charly Museum, im Stasigefängnis oder in der Disco. Ebenfalls kamen sich die Schüler des Berufskollegs für Technische Kommunikation (BKTK) näher und hatten somit gleich zu Beginn des Schuljahres ein für das bevorstehende Schuljahr motivierende Erlebnis.
Vielen Dank an die verantwortlichen Schulleitung und die Lehrer, die es dem BKTK ermöglicht haben diese Reise anzutreten und dank der guten Planung zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen!





